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12.03.2018Elmar BorgmeierDigitaler Kundenzugang

Die nächste Generation digitaler Antragsstrecken steht in den Startlöchern

Digitale Antragsstrecken

Digitale Antragsstrecken werden gerne unterschätzt. Immer noch, leider. Sie sind nicht so bunt wie der Rest der Website und nicht so umfangreich wie das große Kundenportal – und gerade darin liegt die Chance. Denn wer digitale Antragsstrecken als einen separaten digitalen Kanal begreift, wird sie unabhängig von Website und Online Banking aktualisieren. Das ist lohnender als ein Relaunch der Website, weil Antragsstrecken zentral sind fürs Neukundengeschäft. Und es ist weit kostengünstiger als eine Erneuerung des Kundenportals, in dem viel mehr Funktionen zusammenlaufen.

Dementsprechend haben viele Banken in den letzten Jahren in Antragsstrecken investiert. Oft gleich mehrfach: Klassische Strecken rein für Desktop-Auflösungen wurden durch Responsive Design abgelöst, das auch auf dem Smartphone brauchbar war. Die Betonung liegt auf „auch“ – optimiert waren diese Anwendungen in der Regel noch für den Desktop. Seitdem Aufrufe vom Smartphone aus die Zugriffszahlen dominieren, wurde noch einmal nachgeschärft im Sinne eines Mobile First Ansatzes.

Manche, aber noch längst nicht alle Anbieter haben dabei auch den Technologiesprung hin zu Single Page Applications vollzogen, die vollständig im Browser der Nutzer ablaufen. Diese Anwendungen können auf Eingaben schneller reagieren und somit von Haus aus bessere Usability bieten.

Auch 2018 stehen wieder wesentliche nächste Schritte ins Haus, die eine Überarbeitung von Antragsstrecken nahelegen. Dabei kann man einen eher fachlichen und einen eher technischen Aspekt unterscheiden.

Fachlich getrieben ist der Übergang zu volldigitalen, echtzeitfähigen Antragsstrecken. Soll heißen: Alle nötigen Angaben können direkt online gemacht werden, der Benutzer muss (im Rahmen des Antrags) kein Papier einsenden. Dabei kommen mehrere Aspekte zusammen:

  • Bekannt und oft schon eingeführt ist die gesetzeskonforme digitale Signatur, die sich direkt aus der Video-Legitimation ableiten lässt (und die von den bekannten Video-Ident-Anbietern leider immer noch sehr unterschiedlich gut unterstützt wird).
  • Hinzu kommt der digitale Gehaltscheck, den etwa SYNGENIO über FinTS anbietet. Der kommt immer dann ins Spiel, wenn wie beim Kredit das Einkommen eine Rolle spielt. Statt Gehaltszettel einzusenden, kann der Antragsteller der Bank einen Live-Blick auf sein Konto gewähren, wo sich die benötigte Information direkt ablesen lässt.
  • Die Fidor-Bank setzt bei Krediten neuerdings nicht nur Entscheidungen, sondern auch Auszahlungen in Echtzeit um.  Klar, das geht nur für Bestandskunden. Aber für eine bestimmte Klientel ist der sofortige Zugriff auf Geld eine wesentliche Leistung der Bank.

Auch technologisch stehen spannende Weiterentwicklungen an. Das Schlagwort des Jahres sind Progressive Web Apps. Das sind Webanwendungen, die in der Handhabung hinter einer „echten“ App nicht mehr zurückstehen. Das ist gerade für Antragsstrecken sinnvoll – denn die richten sich ja an Neukunden, die noch keine App des Anbieters installiert haben. Deshalb macht eine „echte“ App kaum Sinn, der Zugriff übers Web wird bleiben. Aber der Komfort wird steigen: Die neuen Web-Apps speichern Daten lokal, so dass auch ein vorübergehender Verlust der Online-Verbindung nicht dazu führt, dass man das Formular wieder von vorn ausfüllen muss. Sie lassen sich wie eine App auf dem Homescreen des Smartphones ablegen, um später (weiter) genutzt zu werden.

Sicher, noch nicht alle Browser unterstützen alle Funktionen, die zum Konzept der Progressive Web Apps gehören. Das ist auch nicht verwunderlich: Google liebt alles, was über URL durchsuchbar ist. Apple hingegen verdient gutes Geld mit der geschlossenen Ökonomie des App-Stores. Dementsprechend wird Google Progressive Web Apps puschen, Apple wird zögern. Aber unterschiedliche Unterstützung durch die Browser ist im Konzept bereits berücksichtigt. Auch wo Komfort-Funktionen fehlen, funktioniert die Antragsstrecke immer noch. Sie verhält sich dann nur nicht ganz so komfortabel – sondern so, wie es die heutigen Antragsstrecken auch tun. Und so schlecht ist das ja nun auch nicht.


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