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03.06.2018Digital Payment

Zwischen Technologiewirklichkeit und Gesetzgebung: Das Dilemma von Blockchain und DSGVO

DSGVO und Blockchain - das passt zusammen!

Nie war die Blockchain-Technologie so präsent wie bisher und doch krachen seit letzter Woche Technologiewirklichkeit und neue Datenschutzgrundverordnung gnadenlos gegeneinander. Gibt es einen Weg, Technologie- und Gesetzgebungsrealität zu vereinbaren? – Syngenio findet: „Ja!“   

Ob technologisch, gesellschaftlich oder monetär die Blockchain-Technologie (DLT) löst viele Probleme pluralistischer Gesellschaften durch die vielfache Verifikation von Daten und könnte so ein wichtiger Baustein für die Weiterentwicklung dieser werden: Auf technologischer Ebene schafft DLT durch verteilte Datenhaltung und verteiltes Bestätigen von Daten eine völlig neue Qualität der Integrität, Authentizität und Verfügbarkeit. Gesellschaftlich ermöglicht die Blockchain-Technologie eine bisher nicht gekannte Faktenqualität, denn solange das Netz global besteht, stellt es Informationen unabhängig von Zensuren jeglicher Art zur Verfügung. Monetär ist DLT gerade ein derartiger Hype, dass Kaufalgorithmen am Aktienmarkt allein das Wort „Blockchain“ ausreicht, um Anleihen zu erwerben.   

Seit letzter Woche macht die europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) vielen DLT-Implementierungen einen Strich durch die Rechnung: Denn die DSGVO sieht verteilte Datenhaltung von Benutzern nicht vor. 

Bereits im Februar berichteten wir über genaue Hintergründe. Zweck der DSGVO ist es, den Bürgern Europas eine neue Machthabe über persönliche Daten zu ermöglichen. So weit gut. Jedoch ist dieses Ziel bei verteilter Datenhaltung nicht umsetzbar, da bei der Blockchain-Technologie keine zentrale, übergeordnete Instanz zwischen den weltweit verteilten Knoten im Netz vermittelt. So ist es für eine Privatperson kaum realisierbar, DSGVO-konform zu ermitteln, wo die persönlichen Daten liegen.    

„Es ist an der Zeit, Produkte mit 'privacy by design' zu implementieren“, attestiert Cointelgraph

Das glauben wir bei Syngenio auch. 

Die Lösung für das Dilemma zwischen millionenfacher Verfügbarkeit von Informationen und Schutz der Privatsphäre liegt in der Kombination von Trusted Computing und öffentlich verfügbaren Daten. Zumindest im Zahlungsverkehr gibt es nur eine Klasse von Instanzen, die dieses Trusted Computing standardmäßig hochgradig reguliert vollziehen kann: Banken. 

Banken könnten der Schlüssel zur DSGVO-konformen Umsetzung von Zahlungsverkehr über Blockchains sein, indem sie die Haltung von personenbezogenen Daten außerhalb des Netzwerkes realisieren. Clearing- und Zuordnungsdienste liefern sie schon heute. Die Aufgabe der Banken in Zukunft: Die Zuordnung zwischen pseudonymisierten Wallet-IDs und realen Personen. Und das umgesetzt hinter den hohen Sicherheitsmauern, die Banken bereits haben und mit Workflows, die sie bereits nutzen. 

Hier schließt sich auch der Kreis zu Frank Thelens Aussage vom EHI-Kartenkongress: 

„Die Zukunft von Banking liegt in der Blockchain.”


Autor: Marina Emsing, SYNGENIO AG  


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