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03.08.2018Gabriele DisselbeckDigital Payment

SEPA geht mobile!

SEPA geht mobile!

Endlich. Das mögen viele denken, denn es dürfte mittlerweile jedem bewusst sein, dass „mobiles Einkaufen“ nicht nur ein kurzer Trend ist. Bereits heute sind über 60% aller Online-Käufer mobile Käufer. SEPA passt sich der neuen Realität an, was den nächsten gewaltige n Entwicklungsschritt darstellt, nachdem aktuell SEPA Instant als neues Verfahren sukzessive Einzug im Serviceangebot deutscher Banken hält.   

Online-Shops, aber prinzipiell auch alle, die digitale Zahlungen entgegen nehmen wollen, realisieren Software -basiert seit vielen Jahren auf dem höchsten technischen Niveau eine Innovation nach der anderen und treiben so die Digitalisierung im E-Commerce mit an. Die Anpassung am B ezahl prozess ist aufgrund der neuen technischen Innovationen sowie der regulatorischen Rahmenbedingungen und komplexen Banken-IT-Systeme, die entstanden, als es noch kein Internet gab, nicht nur der letzte Prozessschritt beim Online-Kauf, sondern auch der komplexeste, langsamste und oft auch teuerste Prozessschritt, der viele Online-Käufe blockiert, abbremst und Kunden wie Handel frustriert.

SEPA geht mobile! Was ist daran nun so revolutionär?

Lassen Sie uns ausholen: „Im Juni 2002 wurde der „European Payments Council“ (EPC) als wichtigstes Gremium der europäischen Kreditwirtschaft zur Schaffung der SEPA gegründet. Von Beginn an stand die Realisierung der SEPA im Rahmen der Selbstregulierung im Vordergrund. Das EPC-Plenum besteht derzeit aus 74 Mitgliedern und setzt sich aus Vertretern von Banken sowie nationalen und europäischen Bankenverbänden zusammen. Die Anzahl der Sitze der einzelnen Länder ist abhängig von der Anzahl der Zahlungsverkehrstransaktionen des jeweiligen Landes, wobei die maximale Sitzanzahl pro Land auf acht Sitze beschränkt ist. Das EPC-Plenum verabschiedet in den turnusmäßig ca. alle drei Monate stattfindenden Plenumssitzungen die von den Arbeitsgruppen erarbeiteten Resolutionen. Die definierten Zielsetzungen des EPC wurden in der EPC-Roadmap zusammengefasst.“ (Quelle: https://die-dk.de/zahlungsverkehr/sepa/organisation/european-payments-council-epc/ )

Dieses EPC ist also sozusagen das Gremium, was entscheidet, ob bzw. wann Europa sich in der Finanzwelt und dem Bankenbereich weiter digitalisieren kann. Das EPC hat jetzt voll realisiert, dass die Nutzung des mobilen Kanals für die Initiierung von „Sepa Instant Credit Transfers“ für die Inanspruchnahme dieser Art von Zahlungen entscheidend ist.

Das EPC erarbeitet nun Leitlinien für sogenannte „Mobile Initiated SEPA Credit Transfers“, einschließlich SCT-Instant (MSCTs), die auf eine Harmonisierung und Interoperabilität dieser Zahlungen innerhalb von SEPA abzielen sollen und richtet dazu eine Ad-hoc-Multi-Stakeholder-Gruppe (MSG) ein, die die verschiedenen am Ökosystem des mobilen Zahlungsverkehrs beteiligten Sektoren abdeckt.

Ziel ist es, sowohl die Zahlungen von Kundenim Handel als auch Person-to-Person Zahlungen abzudecken. Dabei werden nicht nur Remote-Zahlungen (Browser-, App- oder In-App-basiert), sondern auch In-Store-Zahlungen über eine Proximity-Technologie wie Quick Response (QR) Codes, Bluetooth Low Energy (BLE), Near-Field-Communication (NFC) etc. berücksichtigt. Die Leitlinie behandelt MSCT-Anwendungsfälle, On-Boarding, Provisioning und Lifecycle-Management, Servicemodelle, Transaktionsaspekte wie Kundenidentifizierung/-authentifizierung, Transaktionsauthentifizierung, Risikomanagement, technische und sicherheitsrelevante Infrastrukturaspekte wie Mobilgerät, Zahlungsterminal, Speicherung und Auswahl der MSCT-Anwendung, Tokenisierung etc..

Nach einem offenen Aufruf zur Teilnahme im März/April 2018 wurde die MSG-Gruppe nun eingerichtet . I hre Zusammensetzung wird hier dargestellt: https://www.europeanpaymentscouncil.eu/what-we-do/other-sepa-payments/sepa-goes-mobile/ad-hoc-multi-stakeholder-group-mobile-initiated

Die Tagesordnung und die Protokolle der Sitzungen Gruppe werden regelmäßig auf der EPC-Website veröffentlicht mit dem Ziel eines offenen Ansatzes, der Zahlungsdienstleister, Technologieanbieter, Einzelhändler, Verbraucher, Mobilfunkbetreiber, andere Diensteanbieter, relevante Verbände und andere interessierte Kreise direkt in die Entwicklung des Dokuments einbeziehen soll. 

Interessierte, die die Arbeit der Multi-Stakeholder Group on Mobile Initiated SEPA Credit Transfers (einschließlich SCTInst) genauer verfolgen möchten, können sich an die Interessengruppe wenden, indem sie den Antrag an folgende Adresse senden: secretariat@epc-cep.eu .

Wir sind auf jeden Fall dabei und unterstützen Sie gerne, wenn Sie hier auch mitgestalten möchten.


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