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07.12.2018Elmar BorgmeierDigitaler Kundenzugang

Banking as a Platform – Angst und Begeisterung bei der Handelsblatt Tagung.

Banking as a Platform

Auch die Handelsblatt-Tagung Banken-Technologie steht dieses Jahr ganz im Zeichen des Plattform-Gedankens. Ähnlich wie in der Blogosphäre verbinden sich auch hier mit dem Plattform-Paradigma Chance und Schrecken zugleich. Und wie gehabt versteht jeder „Banking as a Platform“ leicht anders. Wesentliche Botschaften bisher:

Die Deutsche Bank macht mit gleich zwei Keynotes wieder einmal ihre Vorreiter-Rolle deutlich. COO Frank Kuhnke und CDO Dr. Markus Pertlwieser zeigen die drei Richtungen auf, in die die Bank marschiert:

  • Digitale Hausbank: Hier wird das klassische eigene Geschäft digitalisiert. Denn, so die klare Botschaft: „Hausbank“ definiert sich zukünftig durch den Zugang zur Bank – die App bzw. das Wallet, das Kunden nutzen. Das Konto als Ankerprodukt rückt demgegenüber stärker in den Hintergrund.
  • Finanz-Marktplätze sind Plattformen für Finanzprodukte - eigene wie fremde.
  • „beyond banking“ nennt die Deutsche Bank Plattformen, die über Finanzprodukte hinausgehen (und z.B. Versicherungen und Dienstleistungen für Firmenkunden wie Steuerberatung und Reisebuchung umfassen).

Klar ist, dass nur wenige Finanz-Marktplätze benötigt werden – deutlich weniger, als es Banken gibt. Es war die Rede von vielleicht drei Plattformen. Daher rührt zum einen der Schrecken, den das Thema in sich birgt. Hinzu kommt noch, dass branchenfremde Plattformen natürlich ebenso das Potential haben, ins banking einzusteigen, wie Banken mit „beyond banking“ in fremden Revieren wildern können:

  • Diane Zetzmann-Krien, Geschäftsführerin bei TRUMPF Financial Services, zeigte deutlich, dass der Maschinenbauer das Leasing-Geschäft mit seinen Kunden bereits selbst betreibt und es sogar um FinTech-Dienste ergänzt. Dabei spielt das Unternehmen seinen Trumpf aus (Pun intended), den Markt und Wert der eigenen Produkte besser zu kennen als jede Bank.
  • Oliver Koeth, CTO bei NTT Data, sieht die Digitale Bank derzeit noch als verbindendes Element zwischen digitalen Kunden, digitalem Bezahlen und digitaler Produktion. Aber mit der Ausweitung der Plattformen, die Kunden, Bezahlen und Produktion aggregieren, wird es irgendwann zu Überschneidungen zwischen diesen Plattformen kommen – und dann braucht es kein verbindendes Element mehr. Die Rolle der Banken schrumpft, bis sie entfällt.

Musste der eine oder die andere bei solchen Perspektiven durchaus schlucken, gab es auch Aufbruchstimmung zu vermelden: Die Erfolge des S-Hubs bei der Sparkassen-Finanzgruppe gab es ebenso zu bewundern, wie den Wandel von Banken-Software vom Produkt zur Plattform mit offenen Schnittstellen.

Letzteres ist eigentlich wieder ein ganz anderes Verständnis von Banking-as-a-Platform – eher „Banking-Software-as-a-Platform“. Aber ja, der Wandel im Selbstverständnis der Software-Anbieter ist auch zentraler Teil der Veränderungen im Finanzsektor.

Und wohin führt uns das alles?

Die Anbieter-Kunde-Beziehung weicht einem Netz von Beziehungen zu Kunden, Plattformen und Drittanbietern. Aus dem Software-Produkt wird ein Ökosystem. Allein ist kein Blumentopf mehr zu gewinnen - Erfolgsfaktor der Zukunft ist, Teil eines prosperierenden größeren Ganzen zu werden.


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