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Der Syngenius

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Der Syngenius, Ausgabe 12

Identitätskrise nach Feierabend

„Und, was hast du zu Weihnachten so alles bekommen?“, fragt mich mein Kollege, mit dem ich noch auf ein Bier gegangen bin. „Mein Neffe hat mir den Bestseller ‚Wer bin ich und wenn ja wie viele?’ geschenkt.“ – „Aha, hab davon schon gehört. Steht da was Erhellendes drin?“

„Ich hab’s zwar noch nicht gelesen“, gebe ich zu. „Allerdings habe ich zumindest schon mal über den Titel sinniert: Ich bin Onkel, Ehemann, Berater, Bruder, Blogger, e-Bay- und Amazon-Nutzer, Online-Konto-Inhaber, Steuerzahler …“ – „Und du bist die Summe all dieser Identitäten, was?“, unterbricht mich mein Kollege.

„Ähm, also die Identitätenfrage ist ja ganz zentral für alle, die so wie ich mit Access Management zu tun haben“, lenke ich vom Thema ab. „Du weißt ja, wie wichtig die Identitätsverwaltung für eine SOA ist. Denn Services lassen sich nur sinnvoll miteinander verknüpfen, wenn die User-IDs geklärt sind.“

„Und du selbst?“, insistiert mein Kollege, „bist du jetzt die Summe deiner Identitäten oder gar Träger einer ganz anderen Identität, welche die Basis für alle von dir genannten Identitäten ist?“ Was soll ich darauf bloß antworten? Und als ich vor mich hin schweige, setzt er noch einen drauf: „Kann denn jemand das Identitätschaos von SOAs lichten, ohne seine eigene Identität zu kennen?“

Mir hilft in dieser Identitätskrise nur eines: „Noch ein Helles bitte!“ Denn „In biera caritas“ oder so ähnlich.

„Prost und ein gutes neues Jahr!“, sagt grüßend

Der Syngenius


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