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In Hype-Zyklen nach vorne
Abends sitze ich im Wohnzimmer und lese in einer
IT-Fachzeitschrift, dass laut Gartner Hype Cycle das Thema SOA
im „Tal der Enttäuschungen“ angekommen ist. Ich blicke
nachdenklich auf und sage zu meiner Frau: „Es ist schon
bezeichnend, dass in der IT neue Technologien in Hype-Zyklen
gemessen werden: 1. technologischer Auslöser – 2. Gipfel der
überzogenen Erwartungen – 3. Tal der Enttäuschungen – 4. Pfad
der Erleuchtung – 5. Plateau der Produktivität.“
Meine Frau beginnt zu grinsen: „Ach, und das soll nur in der IT
so sein? Das klingt mir viel eher nach den fünf Phasen einer
Liebesbeziehung!“ – „Ähm, … öh … ja, stimmt“, stelle ich lachend
fest. „Ohne Hype am Anfang keine spätere alltagstaugliche
Beziehung“, ergänzt meine Frau. „Damit hat wohl jeder Hype einen
nützlichen Kern“, sinniere ich. „Der Hype um SOA zum Beispiel
hat immerhin dazu geführt, dass inzwischen wirklich jede
Plattform Webservices unterstützt. Vielleicht sind Hypes
schlicht und einfach die Basis für Fortschritt?“
„Ja, das könnte man so sagen“, stimmt mir meine Frau zu. „Denk
doch nur mal an die Ökowelle in den 80er-Jahren – ohne die
würden wir heute nicht so selbstverständlich fast an jeder Ecke
ökologisch einwandfreie und gesunde Lebensmittel einkaufen
können!“ – „Ja, leider“, entfährt es mir und meine Frau lacht,
denn sie weiß, dass ich gern auch mal ein paar richtig ungesunde
Sachen esse. Hier würde ich mir bald mal einen „Wer-regelmäßig-Schokopudding-isst-lebt-länger-Hype“
wünschen.
Sie auch? Freundlich grüßt
Der Syngenius
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